Die Feuerwehr Heigenbrücken jetzt in Rot PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tobias Dehniger   
Freitag, den 19. Juni 2015 um 12:40 Uhr

Die Feuerwehr Heigenbrücken jetzt in Rot


Seit dem 15.06.2015 sind alle aktiven der Feuerwehr Heigenbrücken mit Schutzanzügen vom Typ Fireliener von der Firma Consultiv ausgestattet.

Schon seit mehreren Jahren wird über neue Schutzkleidung für die Wehr diskutiert, nun hat man ein gemeinsames Kleidungskonzept mit den Wehren aus Jakobstahl und Heinrichsthal ausgearbeitet.

Grund für das gemeinsame Kleidungskonzept ist, das nicht jede Wehr eine eigene Kleiderkammer vorhalten muss und somit Geld für die Vorhaltung der Kleidung gespart wird. Damit die gemeinsame Kleiderkammer funktioniert mussten wir uns etwas mit der Beschriftung einfallen lassen.

Die Wehren einigten sich auf ein gemeinsamen Aufdruck „Feuerwehren Hochspessart“ und die Ortschaften werden über ein zusätzliches Klettschild unterschieden.

Die Feuerwehr Jakopsthal sowie Heinrichsthal sollen in den nächsten Jahren auf diese Kleidung umgestellt werden.

Allen Beteiligten war es wichtig, das Optimum zu beschaffen, schließlich sollen die neuen Anzüge wieder über Jahre hinweg halten. Es galt u.a. auch, die Folgekosten im Auge zu behalten:

So musste die alte Schutzkleidung aufwändig und kostenintensiv in die Reinigung, kann die neue Kleidung mittels einer handelsüblichen Waschmaschine gewaschen werden. Die entsprechenden Geräte stehen im Gerätehaus zur Verfügung. 

Die Vorteile der roten Farbe liegen auf der Hand - so ist die Erkennbarkeit im Straßenverkehr sowohl am Tag wie auch in der Dämmerung deutlich verbessert.

Aber auch bei Bränden spielt die Farbe ihre Vorteile aus: Bei Brandeinsätzen herrscht durch die Strahlungswärme des Feuers meist eine sehr hohe thermische Belastung für den Körper.
Die hellere Kleidung schluckt weniger Hitze – der Hitzestress, dem der Körper unterliegt und der Wasserverlust durch die Schweißabgabe werden vermindert – der Atemschutzträger dehydriert nicht so schnell. Ein entscheidendes Kriterium, bedenkt man, dass ein Feuerwehrmann in einem 20-minütigen Einsatz unter Atemschutz bis zu 4 Liter Flüssigkeit verliert.

Die 25 Schutzanzüge für die Feuerwehr Heigenbrücken sollten in einem Zeitraum von 3 Jahren beschafft werden. Der Feuerwehrverein hat der Gemeinde das Geld für zwei Jahre zinslos vorfinanziert. Dank der Vorfinanzierung durch den Feuerwehrverein Heigenbrücken konnten alle Aktiven gleichzeitig ausgestattet – und somit eine Benachteiligung vermieden werden.